Immo-Fact #3

 

Was beachten wenn ein Mietvertrag gekündet werden soll?

Wer seinen Mietvertag für die Mietwohnung oder das Miethaus kündigen möchte, sollte ein paar wichtige Punkte beachten, damit bis zum späteren Auszug alles reibungslos abläuft. Wichtig sind die Kündigungsfristen, die Form und die Zustellung der Kündigung, sowie ortsgebundene Vorgaben und Vertragsklauseln.

Nicht nur Sie als Mieter, auch ihr Vermieter muss sich an gewisse Regeln halten, falls er den Mietvertrag auflösen möchte. Weiter ist entscheidend, ob es sich um eine Familienwohnung handelt oder die Mieter Eheleute sind. Oftmals falsch ist die Meinung zum Thema "Nachmieter" finden, falls Sie vorzeitig ausziehen möchten.

Grundsätzlich gelten Kündigungsfristen von 3 Monaten für Wohnliegenschaften, 6 Monate für Gewerbeliegenschaften und 2 Wochen für möblierte Zimmer und separat vermietete Parkplätze. Diese Fristen können vertraglich verlängert, jedoch nie verkürzt werden. Nach wie vor gibt es kantonal unterschiedliche "ortsübliche Kündigungstermine" die beachtet werden müssen.

Die Kündigung muss vor Beginn, spätestens am letzten Werktag vor der Kündigungsfrist beim Vermieter oder Mieter eingehen. Achtung, verspätete Kündigungen sind weder ungültig noch nichtig, der Kündigungstermin verschiebt sich einfach automatisch auf den nächst möglichen Termin. 

Falls Sie eine Kündigung des Vermieters erhalten haben, kann diese gegebenenfalls bei der zuständigen Schlichtungsstelle innert

30 Tagen als "missbräuchliche Kündigung" angefochten werden. 

Eine weitere Frist zum Thema ist die Zahlungsfrist bei nicht bezahlten Mietzinsen oder Nebenkosten. Diese beträgt min. 30 Tage und falls der Vermieter zugleich eine ausserordentliche Kündigung androhen will, muss er dies gemeinsam im selben Schreiben mit der Zahlungsfrist deutlich vermitteln.

Die Form der Kündigung muss stets schriftlich sein, aus Beweisgründen empfiehlt sich die Kündigung als Einschreiben zu versenden. Es ist auch möglich das Schreiben dem Vermieter persönlich zu übergeben, lassen Sie sich dabei eine Kopie der Kündigung als Empfangsbestätigung vom Vermieter unterschreiben.

Der Vermieter muss bei einer Kündigung ein amtlich genehmigtes Formular verwenden. Bei Eheleuten oder einer Familienwohnung muss die Kündigung immer separat an beide zugestellt werden. Auf Verlangen muss der Vermieter seine Kündigung begründen. 

Auch für eine Mietzinserhöhung muss ein amtliches Formular verwendet werden und dieses muss min. 10 Tage vor Beginn der Kündigungsfrist beim Mieter eingegangen sein. 

Wichtig ist, dass die Zustellung gilt, auch wenn der Empfänger das Schreiben noch nicht auf der Post abgeholt hat. Das Schreiben gilt als zugestellt, ab dem 1. Tag an dem der Empfänger das Schreiben auf der Post hätte abholen können. Bei der Mietzinserhöhung gilt wegen der etwas knappen 10-Tage-Frist, die Zustellung erst als vollzogen, wenn der Empfänger das Schreiben wirklich abgeholt hat oder wenn die 7-Tage-Abholfrist der Post verstrichen ist. 

Falls Sie vorzeitig das Mietobjekt kündigen und den Mietzins nicht bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin weiter zahlen möchten, gibt es die Möglichkeit einen Nachmieter zu stellen. Dieser muss bereit sein das Mietobjekt zu den gleichen Bedingungen zu übernehmen. Zudem muss er tauglich, zahlungsfähig und zumutbar sein.

Wichtig, entgegen dem weitverbreiteten Glauben min. 3 mögliche Nachmieter stellen zu müssen, sind sie nur dazu verpflichtet, einen möglichen Nachmieter vorzuschlagen, der die oben genannten Bedingungen erfüllt.

 

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